Gemein­de

Theo­lo­gi­sche Erklärung

als Hil­fe zur Ori­en­tie­rung und Grund­la­ge der Gemeinde

Die­se Theo­lo­gi­sche Erklä­rung ist das Bekennt­nis unse­rer Gemein­de. Es wur­de im Jahr 2000 for­mu­liert, als sich immer deut­li­cher abzeich­ne­te, dass in der Lan­des­kir­che Han­no­vers kein Platz mehr für uns sein wür­de und dass über kurz oder lang die Grün­dung einer eigen­stän­di­gen Gemein­de voll­zo­gen wer­den muss­te. Form und Inhalt sind bewusst an tra­di­tio­nel­le Bekennt­nis­se ange­lehnt. Damit soll auch zum Aus­druck kom­men, dass wir in der Kon­ti­nui­tät der Kir­che der Refor­ma­ti­on ste­hen. Die­ses Bekennt­nis war Grund­la­ge der Gemein­de­grün­dung, die Zustim­mung zu die­ser theo­lo­gi­schen Erklä­rung ist Vor­aus­set­zung für die Gemeindemitgliedschaft. 

1. Über­ein­stim­mung mit der Schrift und den Vätern im Glauben

Quel­le und der Grund unse­res Glau­bens ist die Offen­ba­rung des drei­ei­n­i­gen Got­tes. Die­se ist ver­bind­lich fest­ge­hal­ten in der Hei­li­gen Schrift. Wir sehen uns in der Kon­ti­nui­tät der Alten Kir­che und der Kir­che der Refor­ma­ti­on. Ihre Bekennt­nis­schrif­ten (wie bei­spiels­wei­se das Apos­to­li­kum und der Hei­del­ber­ger Kate­chis­mus) for­mu­lie­ren für die Gemein­de Jesu ver­bind­li­che Eck­punk­te christ­li­cher Leh­re. Sie ord­nen sich dabei vor­be­halt­los der Auto­ri­tät der Hei­li­gen Schrift unter. Wir neh­men die Anlie­gen der wich­tigs­ten theo­lo­gi­schen Erklä­run­gen des 20. Jahr­hun­derts auf: der Ber­li­ner Erklä­rung (1909), der Düs­sel­dor­fer Erklä­rung (1967) und der Frank­fur­ter Erklä­rung (1970). Die fol­gen­den Aus­sa­gen sind nicht sub­jek­ti­ve Glau­bens­sät­ze, son­dern rea­le Bestim­mun­gen, wel­che die dem Glau­ben vor­ge­ge­be­ne Wirk­lich­keit beschreiben.

2. Von der Offen­ba­rung und der Hei­li­gen Schrift

Die Offen­ba­rung Got­tes, durch die Gott sich dem Men­schen zu erken­nen gege­ben hat, umfasst sowohl die in der Hei­li­gen Schrift auf­ge­zeich­ne­te Geschich­te als auch deren Aus­le­gung durch die Hei­li­ge Schrift selbst und greift in meh­re­ren Aus­sa­gen der Schrift über bereits Gesche­he­nes hin­aus auf die Zukunft und die neue Schöp­fung. Sie ist voll­endet in der Sen­dung sei­nes Soh­nes Jesus Chris­tus und der Aus­gie­ßung sei­nes Hei­li­gen Geis­tes. Das Kom­men Jesu Chris­ti wird im Alten Tes­ta­ment vor­be­rei­tet und im Neu­en Tes­ta­ment als gesche­hen bezeugt. Die Offen­ba­rung Got­tes ist ein­ma­lig. Sie unter­schei­det sich in Gesetz und Evan­ge­li­um. Wir beken­nen, dass die Hei­li­ge Schrift von Gott bis in den Wort­laut hin­ein durch den Hei­li­gen Geist gere­det wor­den ist und von beru­fe­nen Men­schen auf­ge­schrie­ben ist, dass sie um der Wahr­heit Got­tes wil­len in allen Aus­sa­gen wahr und ver­trau­ens­wür­dig ist, dass sie voll­kom­men aus­reicht, um dem Men­schen Anteil zu geben an dem in Chris­tus voll­brach­ten Heil, dass sie in ihren Aus­sa­gen und Absich­ten klar ist, dass sie den Glau­ben an Jesus Chris­tus begrün­det und dass sie die aus­schließ­li­che Norm für Leh­re und Leben ist. Wir ver­wer­fen die Leh­re, es gebe spe­zi­el­le Offen­ba­run­gen Got­tes aus­ser­halb der in der Hei­li­gen Schrift bezeug­ten und ver­bind­lich gedeu­te­ten Geschich­te. Wir ver­wer­fen die Leh­re, die Hei­li­ge Schrift ent­hal­te nicht alle Bedin­gun­gen zu ihrem rech­ten Ver­ständ­nis in sich selbst, so dass sie sich erst durch Bezug auf mensch­li­che Tra­di­tio­nen oder durch ihre Unter­wer­fung unter soge­nann­te kri­tisch-wis­sen­schaft­li­che For­schung recht ver­ste­hen las­se. Wir ver­wer­fen fer­ner die Leh­re, die Bibel ent­hal­te Irr­tü­mer oder Aus­sa­ge­ab­sich­ten, die dem kla­ren Wort­laut nicht zu ent­neh­men sind oder ihm widersprechen.

3. Von Gott

Wir beken­nen den einen, drei­ei­n­i­gen und ewi­gen Gott, Vater, Sohn, und Hei­li­gen Geist, in drei Per­so­nen glei­chen Wesens, und doch ein Gott. Wir beken­nen, dass Gott all­mäch­tig, all­wis­send und all­ge­gen­wär­tig ist und hei­lig, gerecht und voll Lie­be zum Sün­der, doch zor­nig gegen­über dem, der sei­nem Wort nicht glaubt. Wir ver­wer­fen die Leh­re, Gott sei eine unper­sön­li­che, anony­me Kraft und Got­tes Zorn sei nicht wirklich.

4. Von der Schöpfung

Wir beken­nen, dass der drei­ei­n­i­ge Gott am Anfang die Welt in 6 Tagen von je 24 Stun­den geschaf­fen hat und noch erhält, dass die Schöp­fung ursprüng­lich sehr gut war und dass die Leib­lich­keit eben­so wie die geschöpf­li­chen Unter­schie­de zwi­schen den Geschlech­tern, zwi­schen Mensch und Tier, den ver­schie­de­nen Arten ( Grund­ty­pen ) und von Tie­ren und Pflan­zen gott­ge­wollt sind. Wir ver­wer­fen die Leh­re, das Uni­ver­sum sei wäh­rend lan­ger Zeit­räu­me aus sich selbst her­aus ent­stan­den oder Gott habe es durch die­se Zeit­räu­me sich ent­wi­ckeln las­sen. Wir ver­wer­fen die Leh­re, die Erde sei ein in sich selbst grün­den­des oder von einer unper­sön­li­chen Kraft durch­wal­te­tes, die gott­ge­woll­ten Unter­schie­de auf­he­ben­des Ökosystem.

5. Von der Sünde

Wir beken­nen, dass durch den kon­kre­ten Unge­hor­sam des ers­ten Men­schen­paa­res die Sün­de in die Welt gekom­men ist, dass die Sün­de in ihrem Wesen dar­in besteht, wie Gott sein und gegen Got­tes Gebot frei bestim­men zu wol­len, was Gut und Böse ist, dass die Sün­de sowohl durch die Ver­su­chung von sei­ten des Satans als auch durch den Unge­hor­sam des Men­schen bedingt ist, dass sie die zuvor ange­kün­dig­te Bestra­fung mit dem Tod nach sich zieht und die voll­stän­di­ge Ver­keh­rung des Men­schen im Blick auf sein Ver­hält­nis zu Gott zur Fol­ge hat, und dass sie durch Got­tes Gesetz erkannt wird. Wir ver­wer­fen die Leh­re, die Sün­de sei pri­mär ein inner­welt­li­ches Übel, das in dem frei­en Ent­schluss des Men­schen begrün­det, durch psy­chi­sche Fak­to­ren zu erklä­ren oder durch psy­cho- bzw. sozio­the­ra­peu­ti­sche Ver­fah­ren zu behe­ben sei.

6. Von Jesus Christus

Wir beken­nen, dass Jesus Chris­tus von Ewig­keit her der Sohn Got­tes und Gott in Per­son ist, dass er Mensch wur­de, indem er durch den Hei­li­gen Geist emp­fan­gen und von der Jung­frau Maria gebo­ren wur­de und dass er durch sei­ne Wor­te und Wer­ke, Zei­chen und Wun­der als der von Gott im Alten Tes­ta­ment ver­hei­ße­ne Mes­si­as erwie­sen wur­de. Wir beken­nen, dass Gott in sei­ner Gna­de durch ihn das Evan­ge­li­um offen­bart hat, dass er stell­ver­tre­tend für die Men­schen zur Süh­ne und Stra­fe für ihre Sün­den gelit­ten hat und gestor­ben ist, dass er am drit­ten Tag nach sei­nem Tod und Begräb­nis leib­haf­tig auf­er­stan­den und nach wei­te­ren vier­zig Tagen in den Him­mel auf­ge­fah­ren ist, von wo er über die Gemein­de und die Welt regiert und leib­haf­tig sicht­bar wie­der­kom­men wird. Wir beken­nen, dass Gott in ihm den Neu­en Bund geschlos­sen und die Zusa­ge der Ver­ge­bung und des ewi­gen Lebens allen Men­schen zugäng­lich gemacht hat. Wir ver­wer­fen die Leh­re, neben Jesus gebe es ande­re Wege zu Gott, Jesus sei nur Mensch gewe­sen, sei­ne Gott­heit bestehe nur in sei­ner beson­de­ren Reli­gio­si­tät und deren Aus­wir­kun­gen, er habe den Men­schen nur ein Vor­bild geben wol­len, sein Tod sei kei­ne stell­ver­tre­ten­de Stra­fe und sei­ne Auf­er­ste­hung sei nicht wirk­lich gesche­hen, son­dern als ein blo­ßes “Wei­ter­ge­hen der Sache Jesu” zu verstehen.

7. Vom Hei­li­gen Geist

Wir beken­nen, dass der Hei­li­ge Geist eben­so wie der Vater und der Sohn Gott ist. Wir beken­nen: Er ver­herr­licht Chris­tus, er wirkt in der Erhal­tung der Schöp­fung, in den Fak­ten der Heils­ge­schich­te und hat die hei­li­ge Schrift inspi­riert; Er wirkt die Zueig­nung des in Chris­tus voll­brach­ten Heils indem er die Her­zen erleuch­tet und den Glau­ben an das Evan­ge­li­um wirkt; Er wohnt in den Glau­ben­den, ver­leiht Gaben zum Dienst und baut die Gemein­de auf. Wir ver­wer­fen die Leh­re, der Hei­li­ge Geist sei eine unper­sön­li­che Kraft, die die Men­schen über­wäl­ti­ge, in ver­füg­ba­rer Wei­se beses­sen wer­den kön­ne und sich not­wen­dig in außer­ge­wöhn­li­chen Ereig­nis­sen und Erleb­nis­sen manifestiere.

8. Von der Kir­che (Gemein­de)

Wir beken­nen, dass es die eine, hei­li­ge christ­li­che Kir­che gibt, deren wah­re Glie­der vor Grund­le­gung der Welt in Chris­tus erwählt wur­den und die sich als Bun­des­volk Got­tes aus Isra­el und den Hei­den in der Welt ver­sam­melt, die durch die Pre­digt des Evan­ge­li­ums gebaut wird, die Sakra­men­te (Tau­fe und Abend­mahl) nach dem Wil­len ihres Herrn gebraucht, im rech­ten Glau­ben an Jesus Chris­tus steht, in der Lie­be lebt und auf ihre Voll­endung bei der Wie­der­kunft Chris­ti hofft. Wir ver­wer­fen die Leh­re, die Kir­che sei auto­ma­tisch dort, wo sie bloß for­mal-recht­lich als Insti­tu­ti­on Kir­che zu sein bean­sprucht oder sich einer Kir­chen­lei­tung zuord­net, oder wo die Sakra­men­te bloß äußer­lich voll­zo­gen wer­den, sie sei eine Reli­gi­ons­ge­mein­schaft aus mensch­li­chem Wil­len oder sie sei Kir­che auf­grund ihres Stre­bens nach ethi­scher Vollkommenheit.

9. Vom Menschen

Wir beken­nen, dass der Mensch als Mann und als Frau blei­bend als Abbild Got­tes geschaf­fen ist und im Gehor­sam zu Gott über die Schöp­fung herr­schen soll, dass er aber durch den Sün­den­fall in sei­nem Wesen und sei­ner Ver­an­la­gung der­art ver­kehrt wur­de, dass er im akti­ven Auf­stand gegen Gott lebt und weder vor Gott Aner­ken­nung fin­den, noch in rech­ter Wei­se mit der Schöp­fung umge­hen kann, und dass er infol­ge der Sün­de ver­lo­ren ist. Wir ver­wer­fen die Leh­re, der Mensch sei in sei­ner Wür­de der übri­gen Schöp­fung ledig­lich gleich­ge­stellt, sein inners­tes Wesen sei trieb­haft bestimmt, sei­ne Leib­lich­keit sei min­der­wer­tig oder er habe in sich einen guten Kern und kön­ne etwas zu sei­nem Heil beitragen.

10. Von den Gnadenmitteln

Wir beken­nen, dass Gott dem Men­schen das in Chris­tus voll­brach­te Heil durch das äuße­re Wort zueig­net und dass die vom Wort getra­ge­nen Sakra­men­te Tau­fe und Abend­mahl die Zusa­ge sei­nes Gna­den­bun­des bezeu­gen und besie­geln. Wort und Sakra­ment begrün­den, stär­ken und ver­ge­wis­sern so beim Men­schen den Glau­ben. Wir beken­nen uns zur Mög­lich­keit der Tau­fe unmün­di­ger Kin­der wie zur Tau­fe Mün­di­ger, nach­dem die­se ihren Glau­ben bekannt haben. Wir beken­nen, dass eine recht­mä­ßi­ge, im Namen des drei­ei­n­i­gen Got­tes voll­zo­ge­ne Tau­fe nicht wie­der­holt wer­den darf. Wir beken­nen, dass die Gna­den­mit­tel dem­je­ni­gen, der sie nicht im Glau­ben emp­fängt oder gebraucht, zum Gericht wer­den. Wir ver­wer­fen die Leh­re, das Heil wer­de durch eine direk­te und inne­re, über das Wort und den Glau­ben des Her­zens hin­aus­ge­hen­de Wir­kung des Hei­li­gen Geis­tes zuge­eig­net, sei die­se durch den blo­ßen äußer­li­chen Gebrauch der Sakra­men­te ver­mit­telt oder sei sie die Fol­ge einer äuße­ren reli­giö­sen Übung. Wir ver­wer­fen die Leh­re, die Sakra­men­te sei­en ohne Glau­ben heils­wirk­sam (Tauf­wie­der­ge­burt), oder sie hät­ten nur den Cha­rak­ter eines sub­jek­ti­ven Bekenntnisses.

11. Vom Glauben

Wir beken­nen, dass Gott den Men­schen durch sein Wort zur Umkehr ruft und in sei­nem Her­zen den Glau­ben schafft, der Chris­tus ergreift, dass der Glau­be den Zusa­gen Got­tes in sei­nem Wort ver­traut und er auf­grund der Wahr­haf­tig­keit Got­tes Gewiss­heit hat, dass der Glau­be sowohl die Zuver­sicht zum Gebet als auch eine neue Gesin­nung beinhal­tet, die Got­tes Gebo­te bejaht und die Sün­de ver­neint. Wir ver­wer­fen die Leh­re, der Mensch kön­ne aus sich her­aus glau­ben und der Glau­be sei ein Gefühl oder nur ein Bewusstseinsakt.

12. Von der Rechtfertigung

Wir beken­nen, dass die Recht­fer­ti­gung ein gnä­di­ger Rechts­akt Got­tes ist, bei dem Gott dem Sün­der, den er zum Glau­ben an Chris­tus erweckt hat, die im Süh­nop­fer Chris­ti gewirk­te, voll­kom­me­ne Gerech­tig­keit zurech­net, ihm die Sün­den ver­gibt und ihn in sei­ne Gemein­schaft auf­nimmt, und dass der Mensch durch den Glau­ben zu jeder Zeit einen bedin­gungs­lo­sen Zugang zu die­ser Wirk­lich­keit in Chris­tus hat. Wir ver­wer­fen die Leh­re, Recht­fer­ti­gung sei eine effek­ti­ve Gerecht­ma­chung oder Gott spre­che das Recht­fer­ti­gungs­ur­teil unter Anse­hung der ethi­schen Leis­tun­gen oder ande­rer Eigen­schaf­ten des Men­schen. Wir ver­wer­fen den Miss­brauch der Recht­fer­ti­gungs­leh­re zur Rege­lung sozia­ler oder poli­ti­scher Ver­hält­nis­se oder zur Legi­ti­mie­rung von Sünde.

13. Von den Werken

Wir beken­nen, dass die Wer­ke, die Gott gefal­len, vom Hei­li­gen Geist gewirk­te Früch­te rech­ten Glau­bens sind und dass sie getra­gen sind von der Lie­be zu Gott und zum Nächs­ten; die Lie­be gehorcht den Gebo­ten Got­tes nicht nur äußer­lich, son­dern von Her­zen. Wir beken­nen, dass der Christ im Glau­ben an Chris­tus der Sün­de wider­steht, aber auf­grund der in ihm woh­nen­den Sün­de in die­sem Leben kei­ne ethi­sche Voll­kom­men­heit erlangt. Wir ver­wer­fen die Leh­re, die Wer­ke des Gläu­bi­gen sei­en Aus­druck einer seins­haft im Men­schen ange­leg­ten Fähig­keit oder es gebe rech­ten Glau­ben ohne Wer­ke. Wir ver­wer­fen die Ansicht, gute Wer­ke sei­en die Bedin­gung für eine tie­fe­re Erfah­rung der Gnade.

14. Von den Gebo­ten Gottes

Wir beken­nen, dass die Zehn Gebo­te wie sie im Klei­nen Kate­chis­mus M. Luthers und dem Hei­del­ber­ger Kate­chis­mus erklärt sind, Grund­la­ge der christ­li­chen Ethik sind. Wir beken­nen, dass die auf Lebens­zeit ein­ge­gan­ge­ne Ehe die von Gott gestif­te­te Form des Zusam­men­le­bens von Mann und Frau ist. Wir ver­wer­fen die Ansicht, dass der Mensch aus sich her­aus wis­sen und ent­schei­den kön­ne, was gut und böse sei. Wir ver­wer­fen die Ansicht geschlecht­li­che Bezie­hun­gen vor oder außer­halb der Ehe ein­schließ­lich gleich­ge­schlecht­li­cher Ver­hält­nis­se sei­en erlaubt und kei­ne Sün­de. Wir ver­wer­fen die femi­nis­ti­sche Ideo­lo­gie und ver­nei­nen das Recht der Frau zum öffent­li­chen Lehr- und Lei­tungs­amt in der Gemeinde.

15. Von den letz­ten Dingen

Wir beken­nen, dass die an Chris­tus Gläu­bi­gen nach ihrem Tod in der Herr­lich­keit des ewi­gen Lebens und der neu­en Schöp­fung bei Chris­tus sein wer­den. Wir beken­nen, dass Chris­tus am Ende der Zeit sicht­bar wie­der­kom­men wird, um die Leben­den und die Toten zu rich­ten, dass die Gläu­bi­gen als die recht­mä­ßi­gen Teil­ha­ber am ewi­gen Leben in der neu­en Schöp­fung offen­bar und die Ungläu­bi­gen der ewi­gen Ver­damm­nis preis­ge­ge­ben wer­den. Wir ver­wer­fen die Leh­re, die Voll­endung der Welt sei im Rah­men eines unab­seh­bar lan­gen inner­welt­li­chen Ent­wick­lungs­pro­zes­ses zu sehen und es gebe kei­ne ewi­ge Bestra­fung der Ungläubigen.

16. Von der Erwählung

Wir beken­nen, dass Gott die Gemein­de Jesu Chris­ti und ihre Glie­der vor Grund­le­gung der Welt allein aus Gna­de erwählt hat. Wir beken­nen, dass Got­tes Erwäh­lung die Ver­ant­wort­lich­keit des Men­schen zu Buße und Glau­be nicht außer Kraft setzt, son­dern die Wahr­neh­mung die­ser Ver­ant­wor­tung erst ermög­licht. Wir beken­nen, dass die Heils­ge­wiss­heit des Chris­ten ihren letz­ten Grund im Erwäh­lungs­han­deln Got­tes hat, der das von ihm begon­ne­ne Werk unfehl­bar voll­endet. Wir ver­wer­fen die Spe­ku­la­ti­on, dass Gott die im Unglau­ben Ver­har­ren­den vor Grund­le­gung der Welt zum Unglau­ben und zur Ver­damm­nis bestimmt habe. Wir ver­wer­fen alle Ver­su­che, die Span­nung zwi­schen Got­tes Sou­ve­rä­ni­tät und des Men­schen Ver­ant­wor­tung zu einer der bei­den Sei­ten hin aufzulösen.


Für den Gemein­de­grün­dungs­aus­schuss des För­der­ver­eins für Gemein­de­wacht­s­tum und Mis­si­on Lan­gen­ha­gen e.V.: Mat­thi­as Kirsch­tow­ski, Wolf­gang Nest­vo­gel, Hein­rich Nord­sieck, Ralf Wie­nekamp, Cars­ten Otto

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